Klitzekleine Dramen
Der heiße Scheiß im Run um die Aufmerksamkeit am Smartphone sollen aktuell „Mikrodramen“ sein. Das sind keine Vorfälle mit kaputten Mikrofonen oder die alltäglichen Dramen, die wir aus unserem beruflichen Alltag kennen (oder ich vom Ovomaltine-Gate).
Mikrodramen sind extrem kurze Videoserien im Hochformat, die speziell für den Konsum auf dem Smartphone konzipiert sind. Sie sind für die „Leerzeiten des Alltags“ gedacht (What?). Und sie setzen auf ein Suchtsystem. Konsumieren kann man Mikrodramen auf Social Media oder auf eigenen Plattformen wie ReelShort oder DramaBox.
Sie werden auch als Werbeformate eingesetzt, um Produkte in eine „hochdramatische Story“ einzubetten. Das macht zum Beispiel kein anderer als der Trendsetter Sparkasse.
Eine kurze Internetrecherche ergab die Behauptung, dass auch Küchenhersteller wie Nolte oder Nobilia auf solche Formate setzen. Dafür habe ich zwar keine konkreten Beispiele gefunden, aber gestaunt, wie aktiv Nolte inzwischen auf TikTok ist. Den TikTok-Channel gestartet haben sie in Löhne 2023 und es seither auf knapp 250.000 Likes gebracht. Unter den veröffentlichten Videos ist sogar eins mit 5,9 Mio Views.
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