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Liebe INSIDERIN,
lieber INSIDER,

im Spiegel war neulich ein längerer Artikel über Ikea. Um interne Krisenstimmung ging es und starken Druck beim Versuch der Schweden, sich neu zu erfinden.

IN EILE? DIREKT ZU DEN MELDUNGEN DER WOCHE!

Ich gehöre nicht zu denen, die Ikea in einer großen Krise oder gar als Verlierer im Markt sehen. Meiner Meinung nach wird in dem Artikel ein wenig versucht, einen Skandal zu konstruieren. Aber natürlich beobachten auch wir interessiert, was die Schweden so machen. Speziell, weil Ikea Deutschland keine Zahlen fürs vergangene Geschäftsjahr veröffentlicht hat, und weil sie im Küchenbereich extrem auf dem Gaspedal stehen.

Ikea probiert sich aus und denkt in einigen Bereichen, meine ich, so vorausschauend, dass wir anderen oft erst viel später checken, was das überhaupt alles soll. Sicherlich auch, weil man weiß: Die Großflächenhäuser auf der grünen Wiese sind kein Garant für eine allzeit rosige Zukunft.


Echt jetzt? Küchenplanung ohne Sitzgelegenheit: Ikea-Pop-up-Store in Nürnberg im letzten November

Von all den neuen Kleinformaten, die Ikea zuletzt an den Start gebracht hat, bin auch ich nicht überzeugt. Bei meinem Besuch im Ikea-Pop-up-Store in Nürnberg im November (die Fläche hat inzwischen Fackelmann übernommen) war ich eher ziemlich entsetzt. Über das dürre Sortiment und die lieblose Anordnung.

Einen ähnlichen Eindruck hatte auch mein Kollege Simon Feldmer, als er kürzlich zur Eröffnung des ersten Ikea XS in Ingolstadt fuhr.

 
 

Ohne Fleiß keinen Preis(vergleich)

Vielleicht kann sich Ikea das aber auch einfach leisten, Formate exzessiv zu testen. Und sie dann auch wieder zu verwerfen und alles nochmal ganz anders anzugehen. Wie, wenn nicht so, soll der richtige Weg gefunden werden?

Warum ich hier überhaupt so weit zu Ikea aushole: In den kommenden fünf Jahren will Ikea weltweit seine Preise durch krasse Sparmaßnahmen um 15 bis 20 Prozent senken, schreibt der Spiegel. Das würde einen deutlichen Abstand schaffen zum Rest der Branche, die sich Preissenkungen schlicht nicht leisten kann, ohne irgendwann die Existenzgrundlage zu verlieren.

Seit Februar 2023 habe ich mehrmals die Preise für einzelne Ikea-Produkte in verschiedenen europäischen Ländern rausgesucht und in eine große Excel-Tabelle eingetragen.

Manchmal zahlt Fleißarbeit sich aus, auch wenn sie doch meist unsichtbar bleibt: Als mich Anfang der Woche erneut jemand auf besagten Spiegel-Artikel aufmerksam machte, in dem gegen den eindeutigen Trend zum Teuerungszuschlag die Rede von Preissenkungen bei Ikea war, habe ich meine Tabelle rausgekramt und sie aktualisiert.

 
 
Rauf oder runter?

Zumindest für den zweitürigen Metod-Hängeschrank, den ich seinerzeit als Beispiel im Küchenbereich herausgepickt hatte, kann ich sagen: Billiger ist da bislang noch nix geworden. Vielmehr ist der Preis seit Herbst 2023 erheblich gestiegen.


Zuletzt stabil. Der große Preissprung kam schon 2024.



Auch der Preiseinstiegskracher Vallstena ist in den letzten Jahren teurer geworden.

Sicherlich lohnt es sich, die Arbeit Anfang September, zu Beginn des neuen Ikea-Wirtschaftsjahres nochmal auf sich zu nehmen. 

Die große Tabelle für verschiedene europäische Länder werden wir im Spezial INSIDE Küche im September in aktueller Form abdrucken. Vielleicht mit 15 Prozent niedrigeren Preisen. Oder auch nicht. 😉

Bis dahin gibt’s als Teaser eine kleine Auswertung zum deutschen Markt, die auch die genauen Preise für den Metod-Schrank enthält. Alles kann ich hier ja nicht für lau verraten. 😬

 
 
Termin am Bunker

Wenn es irgendwo hingeht, wo es einen alten Atomschutzbunker gibt, meldet sich mein Kollege Thomas Kletschke freiwillig. So führte ihn die INSIDE-Sommertour gestern nach Darmstadt.

Das Gewölbe unter dem ehemaligen Gebäude der Deutschen Post, heute ein Innovationszentrum, und nahe der großen Telekom-Liegenschaften in Darmstadt gelegen, ist seit einer wilden Party leider nicht mehr zugänglich. Zum Glück war es nicht das einzige, Thema, über das Thomas sich mit Philo Boras und Jonathan Oberthür unterhalten hat. Die beiden Gründer von Aurora Nutrio haben seit 2019 eine Technologie entwickelt und schon in erster Serie auch abverkauft, die die Küche und vor allem das Leben der Menschen, gesünder machen kann.

Wir haben letzte Woche hier schon angerissen, dass die beiden nun eine Einbau-Lösung planen. Was ihre Idee von den Zilliarden an Ernährungs- und Gesundheits-Apps unterscheidet, und warum es ein Glück war, dass 2019 ein deutschlandweit bekannter Investor nicht eingestiegen ist, steht im September im Spezial INSIDE Küche.


Technologie aus Darmstadt: Philo Boras, Jonathan Oberthür

Zum Longevity-Freak bekehrt worden ist Thomas in Darmstadt offenbar nicht. Er hat sich unmittelbar nach dem Termin eine Cola geöffnet. Was soll ich dazu sagen?! Vielleicht: Prost!

News-Führerschaft in Rödinghausen

Auch zu Beginn der nordrhein-westfälischen Sommerferien gehen uns die aktuellen Meldungen seltsamerweise nicht aus. Die News-Führerschaft hat in dieser Woche ganz ungeplant Häcker übernommen. Gleich viermal ploppten die Rödinghausener auf unserer Meldungsseite auf. Mal schauen, ob das in der kommenden Woche jemand toppen kann. 🙃

 
 
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Die aktuellen Meldungen auf INSIDE Küche:

➡️ Zahlen aus Zug: Deutschland im Fokus von V-Zug [zum Artikel]

➡️ Nobilia wechselt Raumplus-Chef aus [zum Artikel]

➡️ Häfeles Mega-Investment [zum Artikel]

➡️ Musterring: Häcker weiterer Küchen-Lieferant [zum Artikel]

➡️ Metod-Schrank als Preisbarometer: Ikea-Preise unter der Lupe [zum Artikel]

➡️ Häcker-Küchenstudio by Hüls in Schwelm [zum Artikel]

➡️ Artego: Jens Oliver Gläsker zieht weiter [zum Artikel]

➡️ Besuch aus Indien bei Beckermann [zum Artikel]

➡️ Amica produziert Sauter [zum Artikel]

➡️ Thomas Klee geht zu Artego [zum Artikel]

➡️ Die Küchenbranche als letzte menschliche Branche [zum Artikel]

➡️ Finkemeiers steigen bei Eggersmann ein [zum Artikel]

➡️ Kleingeräte als Innovationstreiber in Küche und Haushalt [zum Artikel]

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen 

Ihre 

 

Eva Ernst
 
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