Kein Klugscheißen beim Brezelkauf
Im letzten Sommer habe ich dann aber nicht schlecht gestaunt, als die Brezeln plötzlich viel, viel preiswerter wurden. Und das auch noch ohne begleitende Rabattwerbung. Zum Kundschaft-Anlocken kann die Preissenkung also nicht gedacht gewesen sein.
„Wir versuchen, unseren kleinen Bäcker zu retten“, hieß es – ich habe natürlich gefragt, was das soll. Es würde dort jeden Tag eine erhebliche Summe Miese gemacht.
Klugscheißerei beim Brezelkauf habe ich mir verkniffen. Dass eine Rettungsaktion mit diesen Methoden ziemlich in die Hose gegangen ist, können Sie aber vorstellen.
Natürlich gibt es ein Happy End für die Geschichte: Im Januar ist nämlich nach einer kleinen Renovierung die Filiale eines lokalen Familienbetriebs dort eingezogen. Dieser Filialist erfreut sich in der Stadt trotz stattlicher Preise außerordentlicher Beliebtheit.
Seither gibt es lange Warteschlangen am Samstagmorgen, ein abwechslungsreiches Sortiment und Cafébetrieb. Die neue Kühltheke bricht unter Bowls und Salaten fast zusammen, und die Öffnungszeiten wurden wieder verlängert. Die freundliche Verkäuferin hat jetzt auch wieder Kolleginnen. Und einen sicheren Arbeitsplatz.
Schwingen Sie die Kuchengabel!Die neue Chefin ist eine gelernte Zahntechnikerin, die eine echte Leidenschaft für das Geschäft mit Backwaren entwickelt hat. Das merkt man auch. Ich vermute, es ist ihre Handschrift auf dem oben abgebildeten Schild. Als ich am letzten Wochenende (da fand hier das
Samba-Festival mit mehr als 100.000 Gästen aus aller Welt statt) am Bäcker vorbeigejoggt bin, hat es meine Aufmerksamkeit erregt.
„Schwingen Sie das Tanzbein oder lieber die Kuchengabel?“, wer sagt denn sowas? 😂 Ganz sicher keine KI.