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Liebe INSIDERin, lieber INSIDER,


der französische Präsident Emmanuel Macron hat Ende Mai ein Thermomix-Werk in Donnemain-Saint-Mamès besucht. Anlass: Dort war gerade der zweimillionste Thermomix des Modells TM7 vom Band gelaufen. Außerdem investiert Vorwerk schwer in Frankreich: 70 Mio Euro in ein neues Werk, 60 Mio Euro in das bestehende und weitere 30 Mio Euro in ein neues Lager in La Chapelle du Noyer.


TM7 Nummer 2 Mio: „Mamas Playstation“ für den französischen Staatschef


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Kurioses und Bedenkliches

Das Drumherum um diese Thermomix-Meldung beinhaltete aus meiner Sicht gleich mehrere Kuriositäten, aber auch Nachdenkenswürdiges:

1️⃣Der Präsident durfte den zweimillionsten Thermomix mit heimnehmen, was für die Schlagzeile sorgte: „Macron kocht jetzt mit Thermomix“. Vielleicht reiht der Staatschef sich nun auch in die Community von Thermomix-Rezept-Creators ein. Ich würde ihm folgen – obgleich ich nach wie vor lieber klassisch koche.

2️⃣ Vorwerk hat den Präsidentenbesuch knapp zwei Stunden lang live auf YouTube gestreamt. Beim Part der Werksbesichtigung hörte man aber nichts als ein stetes Rauschen. 

3️⃣ Auf den meisten der veröffentlichten Fotos war nicht eine Frau zu sehen. Oder doch? Eine Dame im Hintergrund? Es schaute an der Produktionsstätte von „Mamas Playstation“ jedenfalls fast aus wie bei der VdDK-Vorstandssitzung.


Herrenrunde diesseits des Rheins: Kürzlich bei der VdDK-Vorstandssitzung

4️⃣ Was für ein Riesenbahnhof für eine Küchenmaschine, oder? Vor dem, was Vorwerk mit dem Thermomix über Jahre aufgebaut hat, vor allem vor der riesigen Fanbase, kann man echt nur den Hut ziehen!

5️⃣ Vorwerk investiert massiv in Frankreich (wie den Bau eines neuen Werks in Donnemain-Saint-Mamès). Und zwar, weil das Unternehmen dort von deutlich schnelleren Genehmigungsverfahren und einer aktiven Unterstützung durch die Politik profitiert, durch die 2017 gestartete Choose-France-Initiative. 

 
 
Stau im Bürgerbüro

Über die Dauer von Genehmigungen in Deutschland dagegen brauchen wir nicht zu reden. Ich bin eigentlich keine große Freundin von ständiger Bürokratieschelte. Eher davon, mal was in Bewegung zu bringen. Ein bisschen was hat sich ja auch schon verbessert.

Als zum Beispiel am Mittwoch im Bürgerbüro bereits um 9.13 Uhr mein Passbild im Kasten war und ich um 9.14 Uhr am Schreibtisch der nächsten Mitarbeiterin saß, obwohl mein online gebuchter Termin erst um 9.15 Uhr beginnen sollte, hatte ich in der Minute dazwischen bereits zwei, drei Nachrichten an Freunde und Kolleginnen geschrieben, wie super das läuft hier. Von wegen Bürokratiechaos und armes Deutschland! Richtig gut organisiert fand ich das ...

Da hatte ich mich etwas zu früh gefreut, denn kurz drauf verursachte mein Fall einen schweren Stau im Wartebereich. Sitzplätze wurden knapp. Das kann ich beurteilen, denn ich wurde insgesamt dreimal dorthin geschickt, während die Verwaltungsmitarbeiterin den Rat ihres Vorgesetzten einholte. Grund für die Behinderungen: Der Name Eva Ernst, den ich seit meiner Geburt trage und nach meiner Eheschließung vor zehn Jahren als Künstlernamen habe eintragen lassen, durfte nicht so einfach auch in den neuen Personalausweis übernommen werden. 


Bald Redakteurin ohne Nachnamen?

Auf jeden Fall ist da auch mir fast die Hutschnur geplatzt in Sachen Behörden. Ich muss jetzt erstmal versuchen nachzuweisen, dass man mich auch als Eva Ernst kennt in der Branche. Gelingt mir das nicht, können Sie ja schon mal überlegen, ob ich mich scheiden lassen muss oder besser der Branche kollektiv das Du anbieten sollte. Dann wäre ich ab Juli nur noch die Eva. 😉

 
 
Silberstreif oder Schönrederei?

Kurz erwähnen – man klammert sich ja an jeden Strohhalm heutzutage – möchte ich, dass die ewig miese Verbraucherstimmung für Juni mal kurz aufgeblitzt ist. Wär schön, wenn sich da der Trend abzeichnen würde, auf den dringend gewartet wird. Aber machen wir uns nichts vor: Die Stimmung ist weiterhin mies. Einen Tick weniger mies als im Mai vielleicht.

So ähnlich sagte das auch AMK-Geschäftsführer Volker Irle bei der Wirtschaftspressekonferenz am Mittwoch in Köln mit direktem Bezug zur Küchenbranche: „Von einer nachhaltigen Erholung kann noch keine Rede sein. Konsumzurückhaltung, geopolitische Unsicherheiten und die schwache Entwicklung im Wohnungsbau prägen weiterhin das Marktumfeld.“

 
 

Nächste Woche auf INSIDE Küche

Nächste Woche erwarten Sie auf INSIDE Küche die Ergebnisse des ersten Dreier-Interviews mit Dr. Olaf Hoppelshäuser (Alliance), Marcus Roth (Küchenring) und Daniel Borgstedt (KüchenTreff). 

Außerdem habe ich mich nach längerer Zeit mal wieder mit Andreas Hirsch, Geschäftsführer des österreichischen Küchenbauers Ewe ausgetauscht, der mich zum einen über den österreichischen Markt upgedatet hat und zum anderen über die Strategie des Unternehmens, auch auf dem deutschen Markt. Stay tuned 😉

 

Die aktuellen Meldungen auf INSIDE Küche:

➡️ Zum Abschied von Peter Wulff [zum Artikel]

➡️ AMK-Wirtschaftspressekonferenz: Aufschwung wohl erst übermorgen [zum Artikel]

➡️ Howdens übernimmt Online-Größe [zum Artikel]

➡️ Martin Beeh im INSIDE-Talk auf dem Gipfel: der Klick für die Branche [zum Artikel]

➡️ Mit Küchen zum Laufmeterpreis: Ycon Nummer 4 [zum Artikel]

➡️ In eine Hand: Ueli Jost übergibt bei Veriset [zum Artikel]

➡️ Neuzugang in Rödinghausen: Verstärkung im Häcker-Vertrieb [zum Artikel]

➡️ Plana kooperiert mit Sportprojekt des BR [zum Artikel]

➡️ Silke Eckstein geht neue Wege [zum Artikel]

➡️ Neuer Mann für RMTsoft [zum Artikel]


Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen 


Ihre 

 

Eva Ernst
 
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