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Liebe INSIDERin, lieber INSIDER,

er habe den Eindruck, die Branche warte auf ein Tool wie die Abnehmspritze, sagte ein Küchenmanager neulich.

Der Vergleich ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen. Abnehmen muss die Branche nicht, das ist in den letzten Jahren von selbst passiert. Er meinte damit ein Hilfsmittel, das unerwartet auftaucht und wie von Zauberhand die Probleme löst, die sich über Jahrzehnte aufgebaut haben. Den Heiligen Gral eigentlich.

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Teil der Lösung sein

Für die Küchenbranche gibt es einen solchen Alleskönner leider nicht. Da muss man schon tiefer rein in die Strukturen und vor allem: selbst Teil der Lösung sein. Das ein oder andere Tool kann man auf dem Weg dahin aber durchaus einsetzen.

Vielleicht wären Klebenägel oder Pickelpatches eine gute Umschreibung für diese einzelnen Tools. Jugendliche haben es heute doch wirklich einfacher als wir früher: Einfach ein paar schicke Sternchen mit Salicylsäure auf die Pickel geklebt oder Gelpads auf die abgekauten Fingernägel, und schon sind sie wieder salonfähig.

 
 
Unternehmensprophylaxe

Ein paar konkrete Tipps, wo auch Mittelständler ansetzen können, um sich zukunftsfit zu machen, hat der frühere Miele-Mann Andreas Enslin in dem großen INSIDE Neue Ideen-Interview gegeben, das wir in dieser Woche auch auf INSIDE Küche veröffentlicht haben.

Dazu passt ein Tool, das mir gerade wieder in den Sinn kam: das kürzlich vom Futurekitchen-Team an den Start gebrachte SixSight – eine Art Gesundheitscheck für Unternehmen. Prophylaxe, vorbeugen und rechtzeitig handeln, ist bestimmt nicht nur in der Zahnmedizin der bessere Weg 😉.


Futurekitchen mittendrin: Sabine Gantzkow, Christiane Pauli, Sascha Wollschläger, Eva Brenner 

 
 

100 Homes

Auf dem 8. INSIDE Branchen-Gipfel in München standen letzte Woche viele schlaue Menschen auf der Bühne und haben so viele schlaue Dinge gesagt, dass ich sie gar nicht kurz zusammenfassen kann. Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten immer mal wieder einzelne aufgreifen.


Das war der Gipfel: Pause im Foyer der Alten Kongresshalle


Pinops trifft Weko: Johannes Altmann, Laura Weber

Ziemlich eindrücklich in Erinnerung geblieben ist der Vortrag von Johannes Altmann, dessen Marktforschungsunternehmen Pinops 100 Menschen für die Verbraucherstudie „100 Homes“ über mehrere Wochen begleitet hat. Pinops hat mit den Leuten über ihr Zuhause gesprochen, darüber, was die Menschen kaufen und warum.

 
 

Lebensereignisse als Trigger

Eins der Ergebnisse: Die Einrichtungsbranche denkt in Stilwelten, Trends und Saisons, während die Menschen in Lebensphasen, Funktionen und Kompromissen denken. „Beide reden aneinander vorbei und merken es selten“, so Altmann.  Wie so oft ist Ikea einer der Vorreiter, der sich das schon vor langer Zeit in der Kundenansprache zunutze gemacht hat. Lebensereignisse sind Trigger für die Anschaffung neuer Einrichtung. Wissen die Schweden, darum kommen zum Beispiel auch Schwangere in den Werbespots vor.

Altmann weiter: „Soziale Medien haben die Inspirationsquellen verschoben, Homeoffice hat die Wohnräume neu definiert, Lebensentwürfe sind fluider geworden, und die Konsumenten haben in den letzten Jahren gelernt, sich aus E-Commerce, Kuratierungs-Plattformen und Direct-to-Consumer-Marken eigene Wege zu bauen — Wege, auf denen die klassische Möbelbranche sie immer seltener trifft.“ 

 
 

Das Tassen-Dilemma

„Funktion schlägt Ästhetik“, sagte Altmann und nannte als konkretes Beispiel: „Ihr sprecht über Frontfarben, während die Kundin 37 nicht weiß, wohin mit 37 Tassen." Das wiederum hat mich an einen unserer Beiträge aus dem letzten Herbst erinnert, der die Dachzeile trug: „Funktion vor Fassade“. Ordnungs-Coachin Dorith Schumacher hat regelmäßig Einblicke ins „echte Leben“, weil sie Endverbraucherinnen und -verbrauchern hilft, Küchen neu zu organisieren.


Von innen nach außen planen: Dorith Schumacher

Auch Schumacher kennt das Tassen-Problem: Was nützt das schönste Küchenlayout, wenn am Ende die Tassen in drei verschiedenen Oberschränken verteilt sind, weil jede Person im Haushalt 17 Stück besitzt und sich von keiner trennen will? Bei der Küchenplanung wird noch zu selten von innen nach außen gedacht, findet Schumacher.

Das Tassen-Dilemma und einige andere Inhalte aus Johannes Altmanns Whitepaper werden wir für unseren Austausch während der INSIDE Safari am 27. Juni noch mal rausgreifen.

 
 

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➡️ Andreas Enslin im Interview [zum Artikel]

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen 

Ihre 

 

Eva Ernst
 
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