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Liebe INSIDERin, lieber INSIDER,

nach drei intensiven Tagen in München tippe ich diese Post von INSIDE Küche nun noch im leichten Gipfel-Fieber – noch schnell, bevor das Fieber in Erschöpfung übergeht –, denn anstrengend war sie schon auch ein wenig, die Besteigung des 8. INSIDE Branchen-Gipfels.


Kurz vor dem Aufstieg: Molto, Radek und Matze vom Rundfunk-Tanz-Orchester Ehrenfeld

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Keine Blaupause für die Transformation

Bei nun insgesamt acht Veranstaltungen haben wir aber ausreichend Kondition aufgebaut. Es war nicht der erste Gipfel, der unter echten Krisenbedingungen stattfand, aber der erste, bei dem ich den Eindruck hatte: Der Wunsch, sich zu verändern, ist endlich flächendeckend da. Auch wenn er nicht überall freiwillig eingetreten ist. 😊

Hoffentlich ist es beim nächsten Mal dann so weit, dass sich auch weite Teile der Branche wirklich auf den Weg gemacht haben. Seit Jahren wird über Transformation gesprochen, und eine Blaupause gibt es leider immer noch nicht.


Mehr Transparenz: Blick in die Kristallkugel mit Helen Mellert


Nicht alles wird sich ändern: Helen Mellert, Stefan Pallesch, Carolin Möbius, Bernd Weisser

 
 
So schlimm war's noch nie. Oder?

„Komischerweise lebt immer genau die aktuelle Generation in einer Zeit, in der alles am schlimmsten ist und bald dem Ende zugeht", sagte Dirk von Gehlen vom Think-Tank der Süddeutschen Zeitung auf der Gipfel-Bühne. Kommt uns auch so vor, stimmt's?

Von Gehlen hat mit Bezug auf Douglas Adams (Drei-Phasen-Modell der Akzeptanz) Folgendes geschildert: Alles, was erfunden wird, wenn wir das 35. Lebensjahr vollendet haben, verstößt gegen unsere persönliche „natürliche Ordnung der Dinge“. Es wirkt also erstmal suspekt, wenn nicht sogar falsch.

Bei der Altersstruktur in der Küchenbranche ist es wohl kein Wunder, dass es ein wenig länger dauert mit dem Wandel. Und ein wenig habe ich auch die Befürchtung: Ein wenig hemmt den Antrieb, wirklich etwas anders zu machen, dass es im Küchensegment im Vergleich zum Rest der Möbelbranche noch einigermaßen läuft. Lassen Sie uns tun, als wären wir alle noch U35! 😁 Oder lassen Sie uns den U35-Jährigen wenigstens zuhören.


Warum wir lernen müssen, uns nicht einzurichten: Dirk von Gehlen

Unter den vielen guten Speakerinnen und Speakern auf dem Gipfel hat Dirk von Gehlen mich am meisten berührt. 

Um zufrieden zu sein, braucht es das Gefühl, etwas bewirken zu können, sagte der Journalist und empfahl, dass wir uns erstmal mit dem beschäftigen, was wir auch aktiv verändern oder gestalten können. Dafür braucht es keine perfekten Bedingungen, denn die treten niemals ein.

 
 

Am Montag anfangen

Auf die erhellende Einordnung der aktuellen „Omni-Krise“, die ganz großen Themen, am ersten Tag des 8. INSIDE Branchen-Gipfels (das ist jetzt wirklich eine sehr, sehr knappe, fast schon rufschädigende Zusammenfassung der Inhalte) folgte am Mittwoch der Digital Marketing Day mit pragmatischen Tipps, speziell als es um Social Media ging. Artur Stock (The sense of kitchen) und Nina Wiemer (BSH) hatten in ihrer Masterclass sogar einen Plan dabei, mit dem es am Montag direkt losgehen kann.

Und ich Ü35-Jährige habe nach dem zweiten Gipfel-Tag auch endlich gecheckt, was ein Videograf ist. Man schreibt das Wort wohl ohne Kopplung. Also nicht etwa Video-Graf. 😉

Jedes Küchenstudio sollte auf jeden Fall einen haben, wenn ich das richtig verstanden habe. Oder zumindest einen bestimmen. Ein paar von diesen Grafen und Grafinnen waren auch dabei auf dem 8. INSIDE Branchen-Gipfel, um für ihre Firmen das Geschehen zu dokumentieren und um Speakerinnen und Speaker oder Gipfel-Gäste für kurze Interviews in unserem nigelnagelneuen Gipfel-Podcast-Studio rauszuziehen.

 
 

Groupies als Verhandlungshilfe

Podcasts haben auch wir eine Reihe organisiert. Einen auf der großen Saalbühne mit dem Paderborner Getränkeproduzenten und Corporate Influencer Andreas Herb. Was für ein Typ! Und obwohl er gar kein Möbler ist, kennt er sich bestens in der Möbelbranche aus. Er war nämlich lange Jahre auch INSIDE Wohnen-Leser. Kommt schließlich aus OWL und wollte informiert sein.

Er hat sehr anschaulich geschildert, was ihm seine Social-Media-Präsenz im Business für Vorteile bringt: „Wenn der Einkaufschef von Kaufland dich zu Preisverhandlungen reinholt, kann es von Vorteil sein, wenn gerade zehn Azubis Autogramme von dir wollen."


Krasse Typen: Gipfel-Macher Simon Feldmer, Andreas Herb

Sehr gefreut hat mich, dass Gérard Alsdorf und Sascha Wollschläger mit ihrem Küchenliebe Podcast in unserem kleinen Studio in der Alten Kongresshalle eine Sonderfolge mit Claudia Frey von Frey Kandel aufgenommen haben. Spielen wir bald auch auf unseren INSIDE-Kanälen aus.


Live-Podcast auf dem Gipfel: Claudia Frey, Sascha Wollschläger, Gérard Alsdorf

Bora als Vollsortimenter

Ebenfalls auf der Gipfel-Bühne stand Bora-Chef Willi Bruckbauer und hat dort am Dienstag verraten: Bora wird im Herbst in Herford mit einem Geschirrspüler aufwarten und außerdem nach dem X-Bo einen weiteren Backofen auf den Markt bringen.

„Big 4“ nennt Bruckbauer die vier Produktbereiche, mit denen Bora zum Vollsortimenter werden will: Kochfelder mit Abzug, Backöfen, Kühl- und Gefriergeräte und nun auch Geschirrspüler. Drei der vier Produktbereiche werden in der neuen, eigenen Fertigung produziert.

In seinem Gipfel-Vortrag hat Willi Bruckbauer viel über die Fehler gesprochen, die in der Krise dann ab 2023 zur großen Ernüchterung geführt haben. Dass hierbei „Durchregieren“ und neue Teams geholfen haben, darf Bora dann ab Herbst beweisen.


Vier Produktkategorien: Outsider, Willi Bruckbauer

Oh je, die Preise steigen

Vor lauter Gipfelthemen wäre mir nun ein Thema fast durchgerutscht, das die Branche seit Februar beschäftigt: Teuerungszuschläge. Nolte hatte sich im April bekanntlich schon vorgewagt, hatte den Zuschlag in der Hoffnung auf eine Verbesserung der Kostensituation dann aber nochmal bis Mitte Mai ausgesetzt. Ob der Aufschlag nun kommt, das weiß ich nicht. Von einer Entspannung der Kostensituation habe ich allerdings nichts gehört.

Dafür von einem weiteren (sehr) Großen, der Handelskunden in dieser Woche schonmal vorsichtig auf einen ab Sommer greifenden Teuerungszuschlag im mittleren einstelligen Prozentbereich eingestimmt hat. Offiziell informiert werden soll in diesen Tagen.

Auch wenn das Nachfragelevel im Markt eher nach niedrigeren Preisen schreit, gehe ich davon aus, dass weitere Hersteller die Notwendigkeit sehen, nachzuziehen. Oder eben mit fehlender Marge auskommen müssen. 

In Gesprächen mit Küchenfachhändlerinnen und -händlern in den letzten Wochen habe ich gemerkt: Richtig auf dem Schirm haben das bislang eigentlich nur diejenigen, die über angeschlossene Schreinereien bereits selbst mit den extremen Material- und anderen Kostensteigerungen konfrontiert worden sind.

 
 
 

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Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen 

Ihre 

 

Eva Ernst
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