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| Liebe INSIDERin, lieber INSIDER,
dass ich neuerdings ein kleines, wirklich nur ein kleines Faible für Robotik habe, habe ich hier schon durchklingen lassen. Noch ist meine Leidenschaft sehr jung. Los ging’s mit den Kochrobotern, (die mich leider noch immer nicht bewirtet haben).
Nvidia-Chef Jensen Huang sagte im Januar bei der CES in Las Vegas, die Robotik werde in diesem Jahr einen Durchbruch erleben wie vor drei Jahren die KI. Als ich dann noch las, dass in diesem Feld Europa die Möglichkeit haben soll, sich wettbewerbsfähig zu positionieren, fand ich das Thema allmählich echt interessant.
HEUTE IN EILE? DIREKT ZU DEN MELDUNGEN DER WOCHE!
Der Haken: Während Europa technologisch stark ist, dominiert bei der Geschwindigkeit der Einführung Asien, speziell natürlich China. |
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Den Abwasch macht der Roboter
Miele-Gesellschafter Dr. Reinhard Zinkann war gerade in China, im Rahmen einer Delegationsreise mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Das Video vom Kanzler, der einem Boxkampf humanoider Roboter zuschaute, ging durch die Republik (die Bundesrepublik, nicht die Volksrepublik).
 Kanzler trifft Roboter: Friedrich Merz in China
Dem Miele-Gesellschafter hat von Berufs wegen etwas anderes imponiert: „Ich habe jetzt live gesehen: Roboter, die Spülmaschinen ein- und ausräumen und Roboter, die von Hand spülen. Die Entwicklung ist rasant“, so Zinkann bei der Miele-Jahrespressekonferenz in Gütersloh Anfang der Woche.
Trainiert werden diese humanoiden Haushaltsroboter übrigens von Menschen. In China gibt es inzwischen 40 Ausbildungszentren für Roboter, in denen Menschen den Humanoiden zeigen, wie Backofentüren geöffnet werden, Wäsche gefaltet wird oder eben abgespült. Das Thema Robotik in Kombination mit KI wird auch in Gütersloh als einer von vier Zukunftstrends eingestuft. „Roboter werden mit unseren Geräten interagieren, das müssen wir bei der Entwicklung berücksichtigen", so Miele-Geschäftsführerin Rebecca Steinhage.
Und auch ich bin noch nicht durch mit dem Thema. 😉 Gut, dass wir gerade in der Vorbereitung unserer Gipfel-Zeitung, des INSIDE Neue Ideen sind. Da bekommen wir einen Top-Gastbeitrag von Dr. Manuela Lenzen zum Thema.
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Premium als Zukunft im Fachhandel
Olga Kliewer, Küchenhändlerin in Herzebrock-Clarholz, hat ein ziemlich klares Bild davon, wie die Küchenvermarktung der Zukunft aussehen könnte – im Premiumsegment, in dem sie sich bewegt.
 „Das Mittelpreissegment wird für den Fachhandel sterben": Olga Kliewer
Kliewer geht davon aus, dass der mittlere Preisbereich mit Küchen zwischen 10.000 und 15.000 Euro für den Fachhandel sterben wird. Ikea, Online-Anbieter, preistransparente Konzepte würden hier künftig übernehmen. „Wer im Fachhandel überleben will, muss sich klar im Premiumsegment positionieren“, sagt sie.
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Fläche als Dienstleistung statt Bilanzlast
Wie sie sich die Küchenvermarktung von morgen im Premiumbereich vorstellt, hat Olga für uns aufgeschrieben. Sie hat sogar schon einen Detailplan für ein Pilotprojekt für ihre Vision vom Ausstellungs-Sharing erarbeitet und sucht dafür Partnerschaften.
Kliewer: „Die Fläche wird zur Dienstleistung, nicht zur Bilanzlast.“ Buchbare Slots, Co-Branding und Performance Reporting verwandeln Ausstellungsfläche in Kliewers Vision in ein wirtschaftliches Produkt.
Sie haben auch Ideen? Immer her damit, wir stellen sie gern vor!
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Zukunftsszenarien
Eine ziemlich prompte Antwort auf meine Frage, wie das Produkt Küche in fünf Jahren aussieht, hatte am Mittwoch der frühere Miele-Designchef Andreas Enslin parat: „Nicht viel anders als heute“, glaubt er. Dinge, die „nah am Menschen und seinen Gewohnheiten" seien, die veränderten sich nicht so rasant. Die Vermarktung von Küchen dagegen wird sich in fünf Jahren ziemlich dramatisch gewandelt haben, meint Enslin. Er schilderte mir sogar ein recht konkretes Szenario, das ich mir aber für unser INSIDE Neue Ideen aufspare. Wird ein lesenswertes Interview, behaupte ich mal ganz selbstbewusst.
Enslin ist im VDI-Fachbeirat engagiert und hat zuletzt an der Entwicklung verschiedener Zukunftsszenarien mitgewirkt. Ohnehin beschäftigt er sich sehr intensiv mit der Zukunft. Mir ist ein Gespräch von vor drei Jahren eindrücklich in Erinnerung geblieben, in dem er sagte, dass die meisten von uns in fünf Jahren ihren Alltag von KI-Agenten organisieren lassen würden. Heute scheint mir das gar nicht mehr so futuristisch wie damals.
 Erfahrung statt Experimente: Andreas Enslin
Seit diesem Jahr ist Enslin Gründer. Gemeinsam mit zwei anderen hat er das LösungsNetz gegründet, dem bereits fast 50 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Bereichen angehören.
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Eine Stoffsammlung für die Zukunft
Unser Brainstorming-Treffen Ende Februar zum Status quo der Küchenvermarktung (und zu ihrer Zukunft) habe ich bereits angerissen. Inzwischen hatte ich die Gelegenheit, etwas Struktur reinzubringen. Schauen Sie mal rein.
 Brille auf! 😉 Zitatesammlung aus der Brainstorming-Session – anonym, versteht sich von selbst.
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Alle Meldungen der Woche auf INSIDE Küche:
▸ Pilotprojekt in OWL: Ausstellungs-Sharing [zum Artikel]
▸ Die Küchenvermarktung von morgen auf dem Gipfel [zum Artikel]
▸ Olga Kliewer: „Das Mittelsegment wird für den Fachhandel sterben“ [zum Artikel]
▸ Willi Bruckbauer auf dem Gipfel: Über die Zukunft von Bora [zum Artikel]
▸ Miele mit leichtem Plus: „Küche ist unser zentrales Wachstumsfeld" [zum Artikel]
▸ Baumann Group holt Kay de Heer [zum Artikel]
▸ Übergabe im Ballerina-Außendienst [zum Artikel]
▸ Kleingerätemarke Dittert baut aus [zum Artikel]
▸ Ab nach Dinkelsbühl: Neuer Job für Jörg Jenschke [zum Artikel]
▸ Hettich: Knapp behauptet [zum Artikel]
▸ Knapp 300 Leute bei SHD in Mainz [zum Artikel]
▸ Neuer CSO für Garantiemax [zum Artikel]
▸ LösungsNetz mit Andreas Enslin [zum Artikel]
Ein schönes Wochenende mit guten Geschäften am Samstag wünscht Ihnen
Ihre
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